Eine Welt in der Grundschule

Das globale Denken bzw. Lernen ist in der Grundschule Rodenkirchen ein wichtiger Schwerpunkt. Es kann den Schülerinnen und Schülern helfen sich in unserer Welt zu orientieren und ihre Zukunft nachhaltig zu gestalten. Hierzu müssen Kinder wissen, wie alles zusammenhängt. Denn nur so können sie verstehen, dass ihr Handeln Auswirkungen auf die gesamte Erde hat. Dazu lernen sie zum Beispiel etwas über die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen und Kinderrechten auf der ganzen Welt, über fairen Handel sowie über die Natur als begrenzte Ressource.

 

Im Rahmen des Pilotprojekts "Grundschulen gestalten Globalisierung" wollen wir an unserer Schule regelmäßig Projekte zu dem Oberthema "Gutes Leben für alle" gestalten. Darüber hinaus ist die Globalisierung Grundlage für die Vernetzung unserer Schulfächer. In allen Lernbereichen gibt es Themen, die globale Aspekte beinhalten. Ein Beispiel ist der Umgang mit Geld verknüpft mit verschiedenen Formen des Handels. Hier wollen wir in den nächsten Monaten und Jahren noch viele weitere Ideen verwirklichen und entwickeln.

 

Die Menschen in Mali betrachten die Rodenkirchener Grundschüler als Freunde. Im Herbst 2002 hatte sich die Grundschule Rodenkirchen dazu entschlossen, den Nordenhamer Verein "Brücke Nordenham - Kayes" bei der Finanzierung des Baus einer Schule in Bambéla zu unterstützen.

Projektwoche 2017 -  Ein gutes Leben für alle

Vom 7. bis zum 10. Februar fanden bei uns Projekttage zum Globalen Lernen statt. In den Jahrgängen 1 - 4 wurden dazu unterschiedliche Themen behandelt.

Die ersten Klassen reisten durch die Welt und lernten unterschiedliche Spiele der Kinder aus aller Welt kennen. Die zweiten Klassen setzten sich kulinarisch mit dem Obst und Gemüse vom hiesigen Wochenmarkt auseinander. Die Kinder erfuhren aber auch, dass viel Obst und Gemüse aus anderen Ländern nach Deutschland importiert wird.

Die dritten Klassen beschäftigten sich mit dem Weg des T-shirts: woher kommt eigentlich die Baumwolle, wie und wo werden die T-shirts produziert und wie kommen sie nach Deutschland? Abschließend gestalteten die Kinder selber T-shirts.

Die vierten Klassen setzten sich mit den Kinderrechten auseinander - welche Rechte haben Kinder eigentlich? Und haben alle Kinder die gleichen Rechte?

 

Am 9. Februar stellte die 4b ihren eigenen Kinderrechterap vor und lud anschließend zur Begutachtung der Projektergebnisse aller Klassen ein.

Am Freitag gaben unsere Grundschüler ihr Bestes! Beim Sponsorenlauf, für den die Schüler vorher Sponsoren gesucht hatten, liefen sie in der Sporthalle und konnten somit Geld für den Nordenhamer Verein "Brücke Nordenham Kayes" sammeln.

 

Fotos

Die faire Projektwoche 2017

Ein Schülerbericht von Gesa und Nico (4. Klasse)

 

Wir stellen euch erstmal die vier Themen vor: die 1. Klasse hatte Spiele aus aller Welt, die 2. Klasse Obst und Gemüse, die 3. Klasse den Weg des T-shirts und die 4. Klasse die Kinderrechte.

Die ersten Klassen bereisten mit ihrem Klassenflugzeug die drei Kontinente Afrika, Amerika und Asien. Sie lernten zum Beispiel die Wasserblume aus Asien kennen.

Die zweiten Klassen guckten sich das Obst und Gemüse (auf dem Wochenmarkt und in Zeitschriften) an und lernten neue Sorten kennen.

Die dritten Klassen lernten die Wege des T-shirts kennen und bemalten weiße T-shirts mit bunten Mustern und Farben.

Die vierten Klassen lernten die Kinderrechte kennen.

Am Ende der Woche war eine Präsentationsstunde. Alle konnten in jede Klasse gehen und sich alles angucken. Es gab auch einen Spendenlauf bei dem viel Geld eingelaufen wurde.

Das war eine schöne Woche.

Faire Nikolausaktion

Am 22.11.16 und 23.11.16 startete in der großen Pause die große Nikolaus-Aktion. Im fairen Kiosk konnten Kinder und Eltern faire Nikoläuse und Adventskalender kaufen. Einige Schülerinnen und Schüler leiteten den Verkauf zusammen mit Frau Oldenburg. Sie waren für eine korrekte Bezahlung und eine sichere Verpackung der Nikoläuse verantworlich.

Die Aktion wurde gut angenommen und alle freuen sich nun auf eine schöne Adventszeit.

Projektwoche 2016 - Ein gutes Leben für alle

Anlässlich der Auszeichnungsfeier zur "Fair-Trade-Shool" wurde auch im Schuljahr 2015/16 wieder eine Projektwoche zum Thema "Ein gutes Leben für alle" durchgeführt.

Die Klassenstufen beschäftigten sich intensiv mit vier verschiedenen Schwerpunkten:

Klasse 1 -  Kinder in aller Welt

Klasse 2 -  Ernährung - Woher kommt unser Obst und Gemüse?

Klasse 3-   Faier Handel - Der Weg des T-Shirts

Klasse 4 -  Menschenrechte / Kinderrechte

 

Einige Einblicke:

  • Die Kinder gingen als Wochenmarktdetektive auf den Wochenmarkt und kauften für eine Gemüsesuppe und einen Obstsalat als Dessert ein. Anschließend wurde zusammen gekocht und natürlich auch gegessen.
  • (Alten) T-Shirts wurde neues Leben eingehaucht.
  • Spiele aus aller Welt wurden hergestellt und ausprobiert.
  • Die Kinderrechte wurden betrachtet - aus unserer und aus der Perspektive von Kindern aus aller Welt. 

 

Am Ende der Woche wurden die Ergebnisse dann allen Schülern, Lehrern und Gästen präsentiert. Gerne erklärten die Kinder was sie in den vergangenen Tagen erarbeitet hatten. Es herrschte ein buntes Treiben in der ganzen Schule und bei fairem Kaffee und Kuchen konnten sich alle in gemütlicher Atmosphäre austauschen. 

 

Den krönenden Abschluss der Projektwoche bildetete die feierliche Auszeichnung zur "Fair-Trade-Shool" in der Turnhalle.

 

Am 10. und 11. Dezember besuchten uns die Kichererbsen. Dies sind zwei lustige Clowns, die uns ganz viel von der Welt erzählt und gezeigt haben. Auf einer Reise durch die Welt haben wir viel erlebt. In der Türkei haben wir auf einem Bazar unterschiedliches Obst und Gemüse probiert. Da waren wir alle ganz mutig.

In Brasilien haben wir Tiere, Pflanzen und Menschen kennengelernt, die es hier nicht gibt. In Bolivien wurden wir von netten Menschen aufgenommen.

Allen Kindern hat dieses "andere" Theaterstück sehr viel Spaß gemacht und nebenbei wurde einiges gelernt.

 

Zu den Kichererbsen

Unsere vierten Klassen erhalten die Auszeichnung                "faire Klasse 2015"!

Projektwoche 2015 - Ein gutes Leben für alle

Es ist uns besonders wichtig, unseren Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, dass ihr Handeln immer Auswirkungen auf andere Bereiche der Welt hat. Denn schon heute merken wir die Auswirkungen der Ressourcenknappheit - wie wird es in einigen Jahren sein? Im Rahmen des Projektes "Ein gutes Leben für alle" wurde die Grundschule Rodenkirchen 2014 eine von 12 Pilotschulen. In diesem Zusammenhang fand im Juli nun eine Projektwoche statt, in der die unterschiedlichen Jahrgänge verschiedene Schwerpunkte zu diesem Thema erkundet haben.      1. Klassen   -   Kinder in aller Welt

                 2. Klassen   -   Ernährung -  Woher kommt unser Obst

                                         und Gemüse?

                 3. Klassen   -   Fairer Handel - Der Weg des T- shirts

                 4. Klassen   -   Menschenrechte

 

So wurden in dieser Woche ein Ausflug auf einen Biohof in der Region gemacht, T- shirts gestaltet, verschiedene Kinderspiele aus aller Welt erprobt und Perspektivwechsel in Menschen aus anderen Lebensbedingungen gemacht. Am letzten Tag konnten dann alle Kinder die Ergebnisse anschauen.

Als Abschluss dieser Woche fand ein großer Tauschmarkt in der Schule statt. Jedes Kind konnte einen eigenen Gegenstand mitbringen und gegen einen anderen tauschen. So hatten alle Kinder am Ende des Tages etwas Neues - ohne Geld auszugeben.

 

Zum Zeitungsartikel

 

Die letzten drei Tage vor den Herbstferien standen in diesem Jahr ganz unter dem Motto "Afrika". So konnten die Kinder an den ersten beiden Tagen (30.09. und 01.10.2013) eines von 12 Angeboten auswählen und sich handwerklich, künstlerisch, kulinarisch, tänzerisch und thematisch mit dem Thema Afrika beschäftigen. Der letzte Tag (02.10.2013) wurde von der Gruppe "Black & White", die aus 5 Afrikanern und einem Deutschen besteht, geleitet. Sie brachte durch Trommeln, Singen und Tanzen sehr viel Stimmung und Spaß in unsere Schule, lehrte die Kinder jedoch auch mittels eines sehr interessanten Vortrags die Probleme und Sorgen der Menschen dieses Kontinets. Abschluss unserer Projekttage bildeten am Nachmittag ein Spendenflohmarkt und ein afrikansicher Basar, auf dem die an den vorangegangenen Tagen entstandenen Werke, Tänze und Köstlichkeiten bewundert und gekauft werden konnten. Der Erlös geht an unsere Partnergemeinde in Mali und soll den Bau einer neuen Schule unterstützen. mehr

Sponsorenlauf 2012

Da die Ernte in Mali in diesem Jahr in Mali weitgehend ausgefallen ist und zudem die Getreidepreise explodiert sind, sind die Menschen dort von einer Hungersnot bedroht. Die Brücke Nordenham - Kayes bittet daher um Hilfe. Diesem Hilferuf ist unsere Schule gefolgt. Wir organisieren einen Sponsorenlauf für Mali. Die "erlaufenen" Spenden kommen direkt den Menschen in Mali zu Gute. Fotos vom Sponsorenlauf

3100 Euro für Projekte im westafrikanischen Mali

Sponsorenlauf Rodenkircher Grundschüler überreichen Scheck an Peter Dirichs

In der Grundschule begrüßten die Klassensprecher und ihre Vertreter sowie (hintere Reihe, von links) die kommissarische Schulleiterin Elke Kuik-Janssen den Sprecher der Gruppe Kayes/Nordenham, Peter Dirichs, Katja Ratjen-Barz von der Johanniter-Unfallhilfe Rodenkirchen sowie den Bäckermeister Klaus Wieting. BILD: Ulrich Schlüter

Rodenkirchen - Die Grundschule Rodenkirchen unterstützt das Mali-Projekt von Peter Dirichs mit 3100 Euro. Ein symbolischer Scheck wurde dem Sprecher der Brücke Nordenham/Kayes am gestrigen Mittwoch in der Pausenhalle überreicht.

Das meiste Geld hatten die Schüler bei einem Sponsorenlauf zusammenbekommen. Die Beträge sammelte die Schulsekretärin Edith Kadler ein. Auch die Lehrer gaben einen Obolus dazu. Es gab aber noch weitere Spender. Die Johanniter-Unfallhilfe Rodenkirchen und der Bäckermeister Klaus Wieting unterstützten den Sponsorenlauf. Während Klaus Wieting für einen Teil der Verpflegung gesorgt hatte, betreuten die Johanniter diese Veranstaltung in der Großsporthalle kostenlos. Sie spendeten das, was sie verdient hätten.

„Das ist umwerfend", sagte Peter Dirichs, als er den Scheck erhielt. Der Sprecher der Brücke Nordenham/Kayes war zuletzt vor zwei Monaten in dem westafrikanischen Land gewesen. Er berichtete von einer Hungersnot, die dort herrschte. Die Menschen seien auf ausländische Hilfe angewiesen. Er dankte der Grundschule daher ganz besonders für die Unterstützung, die schon seit Jahren andauert. Der älteste Scheck, den die Schule noch aufbewahrt, stammt aus dem Jahr 2002. Damals lag der Betrag bei 1500 Euro.

Peter Dirichs berichtete noch, dass von den Spendengeldern fünf Schulen und fünf Gesundheitszentren in Mali errichtet werden konnten. Auch das aufwendige bohren von Tiefbrunnen sei sehr kostspielig. Wegen eines Militärputsches, der sich im März 2012 ereignete, sei die Lage zurzeit aber unübersichtlich. Die Spendengelder würden auf Eis liegen. Er hofft, dass sich die Lage bald beruhigen wird, um die Hilfe fortsetzen zu können.

Besuch von Herrn Niakaté im September 2010

Rund 4 Wochen nach Schulbeginn bekamen die Kinder der Klasse 1a Besuch aus einem fernen Land. Herr Niakaté, der Vorsitzende der Entwicklungshilfeorganisation "Solisa" in Mali, stellte sich den interessierten Fragen der Erstklässler. Mit offenen Mündern bestaunten die Kinder den fremden Mann und erkundigten sich wissbegierig bei ihm nach dem Leben der Menschen in Mali. Zur sprachlichen Unterstützung waren Frau Kuik-Janssen (Klassenlehrerin) und Herr Dirichs da, um die deutschen Fragen auf Französich zu übersetzen und die Antworten ins Deutsche.

Auch dieser Besuch war wieder ein voller Erfolg und hat allen Beteiligten viel Freude bereitet.

Spielefest für Mali am 9. September 2009

Mit rund 1000 € kam bei Spielefest in der Grundschule Rodenkirchen ein nicht erwarteter Erlös für die Hilfsorganisation "Brücke Nordenham-Kayes" zusammen. Für die 180 Schüerinnen und Schüler sowie für deren Geschwister war es ein vergnügter Nachmittag mit vielen abwechslungsreichen Spielen, die jede Klasse eigenständig geplant hatte. Zudem gab es Flohmärkte in den Klassenräumen, frisch gebackene Waffeln, Bratwurst und Getränke, deren Verkaufserlös zusammen mit den "Eintrittskarten" für den Nachmittag letztendlich für die stolze Summe sorgten, die nach einigen Tagen an den Vorsitzenden der Hilfsorganisation Herrn Peter Dirichs überreicht werden konnte. Inzwischen hat sich somit eine Spendensumme von 7000 € angesammelt, die seit 2005 durch die Grundschule Rodenkirchen für Mali bereitgestellt werden konnte. Das Geld wird insbesondere für die Unterhaltung bzw. für den Neubau von Schulen in Bambela benötigt. 

Spendenaktion für die Malihilfe am 29. Februar 2008

Schüler und Eltern spenden Schulsachen für Kinder in Mali.

Freudig überrascht zeigte sich Peter Dirichs, als Herr Schnars ihm eine große Anzahl an Schulsachen für Kinder in Mali überreichte.

Sponsorenlauf für die Malihilfe am 3. Juli 2007

Auch in diesem Jahr fand der inzwischen traditionelle Sponsorenlauf statt. Alle Schüler unserer zehn Klassen haben mit viel Ehrgeiz Runde um Runde in der Turnhalle zurückgelegt. Dieser Fleiß wurde von den Eltern mit großzügigen Geldspenden belohnt. Organisiert wurde diese Spendenaktion von der Sportlehrerin Nina Uphoff. Ehrenamtlich unterstützt wurde diese Aktion von den freundlichen Mitarbeitern der Johanniter. Am Ende konnte ein Erlös von 1200 Euro an Peter Dirichs, dem Vorsitzenden des Vereins "Brücke Nordenham - Kayes", übergeben werden.

Spendenaktion mit Flohmarkt und Osterbasar für die Malihilfe am 24. März 2006

Bereits zum 3. Mal haben die Schüler der Grundschule Rodenkirchen für den Verein Brücke Nordenham-Kayes eine Spendenaktion veranstaltet. Große Unterstützung beim Basar und Flohmarkt bekamen sie dabei von ihren Eltern, dem Förderverein und dem Lehrerkollegium. In den Fluren und Klassenzimmern herrschte großer Andrang - sehr zur Freude der Kinder, in deren Kassen es ordentlich klingelte.

Der Vorsitzende der Nordenhamer Hilfsorganisation, Peter Dirichs, war mit einem Informationsstand vor Ort. Er unterrichtet die Grundschüler regelmäßig darüber, wie das Geld in einem der ärmsten Länder der Welt eingesetzt wird. "So können die Kinder nachvollziehen, was ihre Spenden in dem afrikanischen Staat Mali bewirken können." erläuterte Renate Horstmann, die Vorsitzende des Fördervereins. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der 4. Klassen betreute sie die Cafeteria.

In den Klassenräumen und in den Gängen waren selbst gebastelte Dekorationen im afrikanischen Stil zu bewundern. Österliche Bastelmotive und bemalte Eier wurden ebenfalls verkauft. Zudem waren viele Spenden für einen reichhaltigen Flohmarkt zusammen gekommen. Kinder verkauften ihre alten Stofftiere, es gab eine große Auswahl ausrangierter Bücher sowie allerlei Hausrat. Bei einer Tombola wurden Preise verlost, die von einigen örtlichen Geschäftsinhabern gespendet worden waren.

Nach einem ausgiebigen Rundgang durch die Schule stärkten sich Schüler, Lehrer, Eltern und die weiteren Besucher an der reichhaltig gedeckten Kuchentafel. Und zum Ende der Veranstaltung wurde der neue Grill der Grundschule eingeweiht.

Am letzten Schultag vor den Osterferien freuten sich die Schüler unserer Grundschule, Herrn Dirichs von der Hilfsorganisation Brücke Nordenham-Kayes einen Scheck über 1700 € überreichen zu können.

 

Ganz sicher ist die Freude darüber in Mali groß.

Besuch und Bericht aus Mali am 11.September 2005

Viele Dörfer in Mali sind von der Außenwelt abgeschnitten, zuimindest was Radio, Telefon, Fernsehen und das Postwesen betrifft. Das Bildungswesen in den entlegenen Regionen des westafrikanischen Landes macht indes zunehmend Fortschritte - auch aufgrund der Hilfe aus Europa und der "Brücke Nordenham/Kayes" Für die Betreuung der Menschen vor Ort ist der "Brücke"-Partner "Solidarität für den Sahel" (SOLISA) zuständig, unter dessen Oberaufsicht schon mehrere Schulen gebaut worden sind. 

Der SOLISA-Direktor Bandiougou Niakate berichtete auch in unserer Schule über die Projekte und das Leben in seinem Heimatland. Seit 1988 hat SOLISA eine enorme Arbeit geleistet und 16 Schulen sowie 20 Gesundheitszentren unter Mithilfe der Bevölkerung errichtet. Eine Schule sei innerhalb von 2 Monaten aufgebaut worden. "Alle halfen mit", sagte der Gast aus Afrika. In rund 100 Dörfern sind die Mitarbeiter tätig.

Bei seinen Vorträgen in mehreren umliegenden Schulen zeigte Bandiougou Niakate, der von seiner 11jährigen Tochter Coumba begleitet wurde auch Fotos. Die deutschen Schüler interessierte vor allem der Lebensstil in Mali. Sie stellten nach den Worten von Bandiougou Niakate erhebliche Differenzen fest. Dass sie sehr behütet aufwachsen, war den Mädchen und Jungen so nicht bewusst.

SOLISA engagiert sich 3 Jahre lang, kommt durch Spenden für das Gehalt der Lehrer auf und errichtet auch Gesundheitszentren. Nach Ablauf des Engagements soll sich der Staat einbringen. Laut Bandiougou Niakate gibt es in Mali eine Schulpflicht, doch viele Lehrer hätten keine Lust, in den entlegenen Gegenden zu unterrichten. Die Schulzeit beträgt 6 Jahre, jeweils 2 Klassen werden in einem Raum unterrichtet.

Die ehrgeizigen Projekte zur Selbsthilfe tragen Früchte. Auch Dank ausländischer Hilfe. Experten kommen regelmäßig nach Mali und helfen, so gut sie können - sei es als Mediziner oder Techniker. In Nordenham haben die "Brücke"-Mitglieder und ihr Sprecher Peter Dirichs wieder viele Dinge zusammengetragen. Ein Container mit Schulmaterialien sowie 19 Betten aus der Wesermarsch-Klinik werden im Oktober abgeschickt. Während seines Aufenthalts kaufte der SOLISA-Direktor einen Geländewagen für die Organisation.

Im kommenden Jahr will er wieder über die Fortschritte in seinem Land berichten.

Spenden durch eigene Leistungen verdient am 4. Februar 2005

Lehrerin Elke Kuik-Janssen und Schulleiter Hartmut Schnars sowie Kinder aus allen 10 Klassen übergaben Peter Dirichs den symbolischen Scheck

Gemäß dem Motto "Freunde lässt man nicht im Stich" überreichten die Schüler der Grundschule Rodenkirchen jetzt dem Verein "Brücke Nordenham - Kayes" erneut eine stattliche Spende. Die 1300 Euro sollen den Menschen in Bambéla im afrikanischen Land Afrika zugute kommen, deren Ernte im Herbst vergangenen Jahres durch Heuschreckenplage vernichtet wurde.

Alle zehn Klassen nahmen unterschiedliche Projekte in Angriff, die unter dem gemeinsamen Nennen "Das Geld muss durch eigene Leistung verdient werden" gebracht wurden, berichteten Schulleiter Hartmut Schnars und Lehrerin Kuik-Janssen bei der Übergabe des Erlöses an Peter Dirichs, Vorsitzender des Vereins "Brücke Nordenham - Kayes".

Die Klassen des 3. Schuljahres veranstalteten einen Sponsorenlauf. Andere Klassen bastelten Weihnachtskarten und -schmuck oder backten Kekse. Auch durch freiwillige Arbeiten in den Familien sowie durch Aufführungen bei Weihnachtsfeiern wurde Geld eingenommen. Das Engagement der Grundschule Rodenkirchen bestätigte die Erfahrungen von Peter Dirichs, dass die Kinder in den Grundschulen für dieses Thema am besten ansprechbar seien.