Fortbildung

Koordiniert wurde die Fortbildung von einem Team: Herr Arne Pertiet und Frau Heike Schulte-Bernd

Verbesserung der Unterrichtsqualität
Das Kollegium Grundschule Rodenkirchen hat vom 3.09.08 über zwei Jahre an einer Fortbildungsmaßnahme nach dem
"Niedersächsischen Konzept zur systematischen Verbesserung der Unterrichtsqualität" teilgenommen.
Weitere Teilnehmer der Maßnahme waren die Grundschule Elsfleth, die Grundschule Lienen sowie die Grundschule Jeddeloh.
Die vier genannten Schulen sind im Frühjahr 2008 in einem Auswahlverfahren des Kultusministeriums berücksichtigt worden.
Neu und bisher in dieser Form ungewöhnlich war die Beteiligung des gesamten Kollegiums an den Fortbildungsterminen. Deshalb fiel an bis zu zwei Tagen pro Halbjahr der Unterricht am Vormittag aus. Hierbei handelte es sich um ganztägige Arbeitstermine der Fortbildung. Neben den ganztägigen Veranstaltungen waren für die Dauer der Fortbildung 16 Nachmittagstermine geplant.
Begründet war die gemeinsame Arbeit durch die Absicht der Schulen, allen Schülerinnen und Schülern ähnliche, in vielen Bereichen identische Arbeitsformen im Unterricht zu vermitteln, die einen optimalen Lernerfolg erwarten lassen.
Gleichwohl bleibt die pädagogische Freiheit der einzelnen Lehrerin bzw. des einzelnen Lehrers bestehen, die Schulen bemühen sich aber um einen größtmöglichen Konsens in den Formen unterrichtlichen Vorgehens.
Wissenschaftliche Grundlage der Fortbildung sind Erkenntnisse der neueren Lerntheorien sowie Ergebnisse der Hirnforschung. Hierbei geht es vor allem um die Fragen, wie schulisches Lernen organisiert werden soll, damit ein möglichst großer Teil des Gelernten verarbeitet und behalten wird.
Ebenso wichtig erscheint die Frage nach den zu diesem Zweck nötigen Fähigkeiten und Fertigkeiten, die als grundlegendes "Handwerkszeug" von den Schülerinnen und Schülern eingeübt werden sollen.
Das selbstgesteuerte, aktive Lernen steht dabei im Mittelpunkt der Betrachtung.

Zitate aus "Lernen lernen von Anfang an" von Gabriele Cwik und Willi Risters, Verlag Cornelsen:

"Kinder lernen heute im Unterricht immer häufiger in offenen, nicht lehrerdominierten Lernsituationen, in denen sie selbständig ein Thema bearbeiten oder einen vorgegebenen Arbeitsauftrag ausführen. Sie suchen Informationen aus Texten heraus oder hören einem Lehrervortrag zu, um anschließend die wichtigsten Informationen daraus weiterzuverarbeiten. Zur optimalen Bewältigung dieser Lernsituationen sind unterschiedliche Lern- und Arbeitsmethoden notwendig, die jedes Kind im Laufe der Grundschulzeit in
Trainingssituationen kennenlernen sollte. Eine möglichst große Auswahl an Methoden setzt es in die Lage, sein Lernen selbständig zu planen, zu organisieren und seinen Lernweg zu regulieren. Das Kind lernt sich als Lerntyp kennen und entwickelt sich zu einer individuellen Lernpersönlichkeit........ Die Abfolge von einzelnen Lernmethoden, in Kombination mit kommunikativen Situationen und kooperativen Methoden zur Arbeit an einem Fachinhalt, wird als Lernarrangement bezeichnet."

"Wir sollten allmählich den Mut haben, die Aufgabe des rein tabellarischen Speicherns soweit wie möglich Buch und Computer zu überlassen und den Menschen, wie gesagt, zum Umgang mit diesem Stoff vorzubereiten.
Damit würden wir neben der Vermittlung eines Wissensgerüstes vom ersten Schuljahr an zum kritischen Denken,
zur Synthese, zur Analyse, zum Erkennen von Analogien und tieferen Zusammenhängen innerhalb des gebotenen Wissensstoffs erziehen. Das heißt aber auch, dass wir den Schüler nicht mehr wie bisher zum Einzelkämpfer, sondern für die Arbeit im Team zu erziehen haben, für das Helfen und Sichhelfenlassen, wie es der Spezies Mensch als Gruppenwesen entspricht."